Putin sagt, Russland wird „alle Waffen“ einsetzen, wenn Kaliningrad bedroht wird
Wladimir Putin erklärte beim Waldai-Forum, dass ein globaler Konflikt wahrscheinlich anhalten werde, und wiederholte Russlands Warnung, sein gesamtes Arsenal zur Verteidigung Kalininggrads einzusetzen.
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Der russische Präsident Wladimir Putin sagte beim Waldai-Diskussionsklub in Moskau, dass die Fortsetzung internationaler Konflikte im Zuge des Wandels der Welt „leider sehr wahrscheinlich“ sei, wie das moldauische Medium Jurnal.md berichtete, fügte jedoch hinzu, er glaube, dass sich die Situation verbessern werde, wenn die von ihm so bezeichnete „westliche Hegemonie“ abnehme.
„Die im Gange befindlichen grundlegenden Veränderungen und die Möglichkeiten, die sie bieten, nähren Ambitionen und die Bereitschaft, Risiken einzugehen in der Hoffnung auf anscheinend enorme Gewinne“, sagte Putin laut Jurnal.md.
Putin wiederholte Russlands Warnung, dass es den Einsatz „aller Waffen in unserem Arsenal“ in Erwägung ziehen würde, wenn die Exklave Kaliningrad einer Bedrohung ausgesetzt sei – eine Wortwahl, die nach seinen Angaben ein Warnschreiben widerspiegelte, das Moskau im vergangenen Monat an die NATO geschickt hatte. Er sagte, Russland habe einen „Wettbewerbsvorteil“ bei der Verteidigung seines Territoriums.
Er sagte, Russland werde „niemanden angreifen“ und habe nicht die Absicht, ein europäisches Land anzugreifen, „weder im Jahr 2030 noch im Jahr 2050“, sagte dann jedoch, dass westliche Geheimdiensthilfe für die Ukraine bei Angriffsversuchen tief im russischen Territorium „eine Bedrohung für die Zukunft darstellt“.
Auf das nukleare Risiko angesprochen sagte Putin: „Können wir sicher sein, dass diese Waffe niemals eingesetzt wird? Natürlich nicht. Wir müssen das berücksichtigen und es vermeiden“, und fügte hinzu, dass Technologie zu einer „globalen Zerstörung“ führen könne und dass die Vermeidung „katastrophaler Szenarien“ internationales Nachdenken erfordere.
Kaliningrad, früher die deutsche Stadt Königsberg, wurde 1945 von der Sowjetunion annektiert und hat keine gemeinsame Landgrenze mit Russland; es liegt zwischen Polen, Litauen und der Ostsee. NATO-Länder haben in den vergangenen Monaten mehrere Militärübungen in der Nähe der Grenzen der Exklave durchgeführt, was Moskau im vergangenen Monat veranlasste, der NATO ein Dokument zu übermitteln, das laut einer von Jurnal.md zitierten Kopie auch die Möglichkeit von Schlägen gegen Entscheidungszentren in NATO-Mitgliedstaaten aufwarf.
Putin kritisierte westliche Militärübungen und das Festhalten russischer Schiffe als „Eskalation“. Die NATO verurteilte nach Berichten von Jurnal.md die von ihr als „unverantwortliche nukleare Rhetorik“ bezeichneten Äußerungen in dem von Moskau über Kaliningrad übermittelten Warnpapier.
Was wir wissen
- Putin sagte beim Valdai-Forum, dass internationale Konflikte wahrscheinlich anhalten werden.
- Er wiederholte eine Warnung, dass Russland alle Waffen in seinem Arsenal zur Verteidigung Kaliningrads einsetzen werde, falls es bedroht werde.
- Er sagte, Russland habe nicht die Absicht, ein europäisches Land anzugreifen, auch nicht bis 2030 oder 2050.
- Die NATO verurteilte die ihrer Ansicht nach unverantwortliche nukleare Rhetorik Russlands im Zusammenhang mit Kaliningrad.
Warum das für Europa wichtig ist
Die Äußerungen fügen sich in wochenlange Warnungen zwischen Russland und der NATO wegen Kaliningrad ein, der russischen Exklave an der Grenze zu Polen und Litauen, nachdem NATO-Länder in den vergangenen Monaten Militärübungen in der Nähe ihrer Grenzen abgehalten hatten. Putins Äußerungen zum nuklearen Risiko erfolgen zu einem Zeitpunkt, da westliche Regierungsvertreter zunehmend besorgt über die russische Rhetorik zum Einsatz von Nuklearwaffen sind.
Quellen
- Antena 3 CNN: Putin amenință Occidentul cu armele nucleare, într-un discurs maraton de trei ore: „Cetățenii europeni trebuie să fie conștienți”
- WELT: Russland: „Das ist einfach lächerlich“, spottet Wladimir Putin – und droht Nato mit Einsatz „aller Arten von Waffen“
- Jurnal.md: Putin: Putem fi siguri că arma nucleară nu va fi folosită niciodată? Desigur că nu
- Aktuálně.cz: Putin popsal „nevyhnutelný“ scénář. Varoval Západ a chrastil děsivou zbraní
- N1 BiH: Putin: Direktan napad na Rusiju ili Kalinjingrad otvorio bi pitanje upotrebe "svog raspoloživog oružja"
Fragen und Antworten
- Was sagte Putin über Kaliningrad?
- Er sagte, Russland würde den Einsatz aller Waffen in seinem Arsenal in Betracht ziehen, sollte die Exklave einer Bedrohung ausgesetzt sein, und wiederholte damit eine Warnung, die im vergangenen Monat an die NATO übermittelt worden war.
- Hat Putin einen Angriff auf Europa ausgeschlossen?
- Er sagte, Russland habe nicht die Absicht, ein europäisches Land anzugreifen, „weder 2030 noch 2050“, und verwies dabei gleichzeitig auf angebliche westliche Drohungen.
- Wie hat die NATO reagiert?
- Die NATO verurteilte die ihrer Ansicht nach unverantwortliche nukleare Rhetorik Russlands in dem Warnschreiben, das Moskau bezüglich Kaliningrad geschickt hatte.
